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Wümme-Radweg 2001
Beteiligte: Renate und Wilhelm, Hella und Michael
Zeit: 24. bis 27.5.2001
1. Etappe: Delmenhorst - Lemwerder - Vegesack - Lilienthal - Borgfeld - Fischerhude - Sottrum - Waffensen - Rotenburg/Wümme
Am Mittwoch Abend knallt uns Renate die niegelnagelneue, frisch gekaufte (!) Karte vom gerade offiziell eröffneten Wümme-Radwanderweg auf den Terrassentisch mit der beiläufigen Bemerkung:"Morgen früh geht's los!".
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Am nächsten Morgen stehen die Nachbarn mit fachmännisch gepackten Rädern tatsächlich vor der Tür, das Wetter spielt erfreulicherweise auch mit. Auf bekannten Wegen geht es zunächst nach Lemwerder, dort setzen wir mit der Fähre über nach Vegesack.
Auf dem anderen Weserufer erwartet uns das Chaos: Lesum- und Wümmedeich erweisen sich am Vatertag als Standard-Ausflugs-Route nahezu aller männlichen Bremer zwischen 17 und 70.
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| Die einzelnen Gruppen haben sich in der Regel sehr gut mit Proviant in Form alkoholischer Getränke ausgestattet. Während wir eine wohlverdiente Pause einlegen, entsorgt im Hintergrund einer dieser "Väter" seinen Ballast. Nach einer weiteren Rast im Rilke-Haus in Fischerhude erreichen wir Rotenburg. Hella und Michael fahren um 21:07 Uhr mit dem Zug zurück nach Delmenhorst, weil sie am nächsten Tag arbeiten müssen. ;-(
Der Tacho zeigt 90,2 km bei 5:33:30 Std. reiner Fahrtzeit, was einem Schnitt von 16,23 km/h entspricht.
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2. Etappe: Rotenburg/Wümme - Schneverdingen
Am nächsten Abend erreichen wir die Nachbarn auf getrennten Wegen im Hof Barrl bei Schneverdingen, wo die Doppelkopf-Karten bereits auf dem Tisch liegen.
Neben der Geschichte mit Hella und dem blonden Hund wird das Motto der Fahrt geprägt: "Nun gönnt euch mal was!"
40,92 km, 1:44:09 Std., 23,57 km/h
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| 3. Etappe: Schneverdingen - Wintermoor - Ehrhorn - Wilsede - Undeloh - Handeloh - Otter - Lauenbrück - Scheßel - Rotenburg
Bei strapaziösen Etappen kommt dem Material eine besondere Bedeutung zu. Diese Regel sollte sich im Laufe des Tages noch bestätigen. Erfahrene Radler prüfen daher ihr Gerät vor der Abfahrt auf mögliche Schwachstellen.
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An diesem höchsten Punkt der heutigen Etappe und der gesamten Tour genießen wir die wunderbare Aussicht, was ausführlich fotografisch dokumentiert wird.
Eine Fotografin hebt sich durch den von ihr gewählten, etwas gewagten Bildausschnitt aus dem Durchschnitt hervor.
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| Mit Hilfe eines 10-DM-Scheins erinnern wir uns daran, dass Herr Gauß diese exponierte Stelle genutzt hat für die Vermesssung der norddeutschen Tiefebene. |
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| Eine andere Mitfahrerin nutzt die Rast auf dem Berg ansatzweise zum sogenannten "memmeln". |
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Der rasanten Abfahrt vom Wilseder Berg ist der Mantel von Willis Hinterrad nicht mehr gewachsen. An der Seite bildet sich eine gefährliche Ausbuchtung, die einen Totalausfall befürchten lässt.
Durch den beherzten Einsatz eines Sprinters gelingt es, am Samstag gegen 14 Uhr in Handeloh einen Fahrradhändler ausfindig zu machen, der uns eine neue Decke verkauft. Montiert wird an Ort und Stelle.
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| Die gelösten Gesichter deuten bereits an, dass der technische Eingriff erfolgreich abgeschlossen werden konnte. |
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Die Mädchen vertreiben sich die Zeit mit einem Einkaufsbummel im einzigen Supermarkt von Handeloh.
76,04 km, 4:25:36 Std., 17,18 km/h
4. Etappe: Rotenburg - Unterstedt - Ahausen - Hellwege - Wünningen - Bassen - Sagehorst - Borgfeld - Bremen - Delmenhorst
Auf der letzten Etappe fängt es hinter Borgfeld heftig an zu regnen, der geplante Zwischenhalt an der Schlachte muss daher entfallen. Nach 78,12 km und 4:45:15 Std. reiner Fahrtzeit erreichen wir Delmenhorst, was einen Schnitt von 16,43 km/h ergibt.
Der Wümme-Radweg ist für mehrtägige Touren ideal geeignet. Wegen der noch lückenhaften, teilweise irreführenden Ausschilderung hat uns Renates Karte unschätzbare Dienste geleistet.
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